Tagesarchiv für den 05. Dezember 2008

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel…

von Julchen

Nachdem unsere standesamtliche Hochzeit vorbei war, hatte ich erstmal -so schön es auch war- genug von dem ganzen Hochzeitsthema.
Mittlerweile haben wir die Bilder vom Fotografen und die der Gäste gesichtet, Danksagungskarten geschrieben und neue Lohnsteuerkarten bekommen. Ich hab` einen neuen Personalausweis und Reisepass beantragt und bei allen wichtigen Stellen meine Namensänderung gemeldet.

Langsam hat man sich an den Gedanken gwöhnt, dass man jetzt verheiratet ist und einen neuen Nachnamen hat usw.
Jetzt, wo das alles geklärt ist, hab` ich auch wieder richtig Lust, mich mit den Vorbereitungen für die kirchliche Hochzeit zu befassen. Das Datum steht ja schon: Es soll wieder der 10.10. sein, unser erster Hochzeitstag dann, sozusagen ;-) .
Eine Kirche haben wir auch schon ins Auge gefasst und uns dort für unseren Termin vormerken lassen.
Jetzt beginnen wir das Hochzeits-Spiel also -getreu dem Motto: “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel”-¬†noch einmal ganz von vorne:
Wo wollen wir feiern? Wie wollen wir feiern?¬†Wen wollen wir einladen? Was ziehen wir an? Usw…

Sobald sich neue Fragen dieser Art auftun oder wir eventuell sogar bald mal eine davon beantwortet haben, melde ich mich zurück, um live davon zu berichten :-) !

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So lässt sich`s flittern…!

von Julchen

Unsere große Feier findet ja erst nächstes Jahr zu unserer kirchlichen Hochzeit statt, deshalb werden wir auch erst nächstes Jahr richtig in die¬†Flitterwochen fahren.
Aber so ein kleines Flitterwochenende darf ja trotzdem schon mal sein… ;-)

Begonnen hat unser Mini-Honeymoon schon mit der Fahrt: Weiße Strechlimousine mit Sternenhimmel und Sektbar. War echt witzig!
Bei der Ankunft im Hotel wurden wir mit einem Glas Sekt begrüßt und in unsere “Romantik”-Suite geführt. Das Zimmer war wirklich sehr schön! Vom Balkon aus gab`s noch dazu einen tollen Blick in die phantastische Landschaft.
Wir haben die drei Tage dort mit eigener Whirlpoolwanne, Innen-und Aussenpool, Saunalandschaft, Massagen, tollem Essen und sehr netten Leuten¬†in vollen Zügen genossen.
Das Highlight war unser “Schmusebär-Abend”, an dem wir die komplette Sauna-, Whirlpool-, Dampfbad-, Relaxlandschaft für vier Stunden (inklusive Abendessen für zwei)¬†komplett zu unserer alleinigen Verfügung hatten. Das war richtig toll!

Nach einem wunderschönen Wochenende sind wir dann frisch verheiratet :-) und gut erholt wieder nach Hause gefahren.
Damit ist “Meine Hochzeit – Teil I” nun zu Ende.

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Ja, ich will!

von Julchen

Der Tag meiner Hochzeit hat so gegen 6 Uhr morgens begonnen. …Das ist zwar ziemlich früh, aber wenigstens muss man sich um diese Uhrzeit mit niemandem ums Badezimmer streiten :-) .

Erster Tagesordnungspunkt: Friseurtermin.
Dort habe ich eine sehr schöne Frisur und ein tolles Makeup verpasst bekommen. Die Frisur war¬†ziemlich aufwendig, das Makeup dafür eher schlicht. Ist beides ganz toll geworden!
Zurück zu¬†Hause haben schon die ersten Gäste gewartet und mein Bräutigam stand -natürlich viel zu früh- auch schon vor der Tür.
Ich hab mich dann gleich mal zurückgezogen, um mich in aller Ruhe anzuziehen. Am Ende haben wir dann aber¬†doch zu dritt an mir herum gezupft, weil meine Schwestern darauf bestanden haben, dass Sie als Schwestern der Braut beim Anziehen helfen müssen… ;-)

Mit meinem Kleid hab` ich mir dann schließlich auch meine Nervosität angezogen.
Aus Angst, dass wir zu spät fertig werden würden, hatten wir alle viel zu früh her bestellt. Dabei habe ich seit Tagen die Überzeugung vetreten, dass man zur eigenen Hochzeit garnicht zu spät kommen kann…. die wird ja wohl kaum ohne mich beginnen, oder?

Dann war es endlich so weit und wir sind zum Standesamt aufgebrochen. Mein Bruder und seine Freundin haben uns mit ihrem schicken und extra für diesen Anlass auf Hochglanz polierten Audi chauffiert. Auf der Fahrt haben wir den Hochzeitsmarsch gehört. Ich fand das echt eine sehr nette Idee, aber meine Nervosität ist davon natürlich nicht besser geworden :-)
Dank einer Hochzeits-Sondergenehmigung durften wir bis direkt vor`s¬†Rathaus fahren. Dort erwartete uns gleich eine kleine Überraschung: Wochenmarkt! Daran hatte ich natürlich nicht gedacht…. Es gab also weit mehr Publikum als mir lieb war. Alle anderen fanden`s toll. Die Leute auf dem Markt auch :-)

Als Einleitung hatten wir uns zur musikalischen Untermalung, bis jeder seinen Platz gefunden hat, etc., den Pachelbelkanon ausgesucht. Hat auch gut gepasst und alle in eine sehr feierliche Stimmung versetzt (…..genau nach Plan :-) !).
Anstatt uns gute Ratschläge mit auf den Weg in die Ehe zu geben, hatte sich die Standesbeamtin dazu entschieden, uns mit einer kleinen Metapher zum Eheleben zu unterhalten: Die Ehe ist wie ein Tageszeitungsabo. (……Alles klar, oder?!)
Zum Höhepunkt der Veranstaltung, dem Ringe tauschen und Unterschreiben, haben wir “Des is mei Frau” von Georg Danzer gehört. Sehr schönes Lied!
Damit waren wir dann also Mann und Frau. So ein großer Moment, der so schnell vorbei geht…
Zum Abschluss gab`s nochmal ein Liedchen: “My Everything” von Barry White…. Also eher was Fröhliches, weil wir den offiziellen Teil des Tages lieber mit fröhlicher als mit all zu sentimentaler Stimmung beenden wollten.

Als wir aus dem Standesamt gekommen sind, hatten sich wie auf Kommando alle Wolken, die den Himmel am Vormittag noch leicht grau gefärbt hatten, verzogen. Uns erwartete ein strahlend blauer Himmel, inkl. Sonnenschein. Das mit der Wetterbestellung hatte also hervorragend geklappt ;-) !

Als¬†nächstes ging`s dann zum Sektempfang. Die Deko war toll, die Stimmung war gut und die Häppchen waren sehr lecker. Dank des schönen Wetters konnten wir unseren Empfang sogar im Freien veranstalten. Was will man mehr?
Mein Bräutigam und ich haben uns dann zusammen mit dem Fotografen für eine halbe Stunde verabschiedet, um in einer wunderschönen Herbstlaub-Kulisse noch ein paar schöne Erinnerungsfotos zu machen.
Als wir wieder zu unseren Gästen kamen, gab`s gleich das nächste Highlight: Wir haben rote Ballons in den strahlend blauen Oktoberhimmel steigen lassen. Das war wirklich ein wunderschöner Anblick!
Die Zeit verging wie im Flug, so dass wir dann auch schon zum Mittagessen aufbrechen mussten. Zum Glück war das Lokal, dass wir dafür ausgesucht hatten, nur etwa zwei Gehminuten entfernt.

Auch dort war alles schön dekoriert, passend zu meinem Brautstrauss mit weißen Callas.
Hab` ich eigentlich meinen Brautstrauss schon erwähnt? Ein Armstrauss aus weißen Callas, die nach unten hin in schlichte,¬†lange Gräser übergegangen sind. In der Mitte war der Strauss mit einem -passend zu meinem Kleid- cremefarbenen Satinband gebunden, das mit Perlen verziert war. Auf die Gräser am unteren Ende des Strausses waren ebenfalls passende Perlen aufgezogen. Hat wunderschön ausgesehen!

Für`s Mittagessen hatten wir uns ein schönes Menü ausgesucht, das auch allen sehr gut geschmeckt hat. Als kleines, abschließendes Highlight wurde das Desert im abgedunkelten Raum mit funkelnden Herz-Wunderkerzen serviert. Das war echt super schön und ist bei unseren Gästen sehr gut angekommen! Genau wie unsere Gastgeschenke, die passend zum Blumenmotto jeweils mit einer kleinen Calla verziert waren.

Auch hier ist die Zeit viel zu schnell vergangen. Kaum hatten wir unseren Espresso ausgetrunken, war es auch schon höchste Zeit aufzubrechen.
…Denn da war ja noch meine geheime Hochzeitsüberraschung für meinen frisch angetrauten Ehemann…

Während wir uns bei den Wirtsleuten bedankt und verabschiedet haben, sind unsere Gäste schon voraus gegangen, um meine Überraschung, die da schon mitten auf dem Rathausplatz gewartet hat, anzusehen.
Als wir dann endlich auch dort angekomen sind, hat mein Mann nicht schlecht gestaunt, als da diese große, weiße Strechlimousine auf uns gewartet hat.
Überraschung gelungen!

Wir haben uns noch von unseren Gästen verabschiedet und sind dann mit der Limousine direkt in unser Flitterwochenende in ein Romantik-Landhotel am Mondsee in Österreich gefahren worden.

                                 *** THE END ***

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Flitterwochen

von Juliane

Anfang November war es endlich soweit. Der Hase und ich machten uns auf den Weg in die Flitterwochen. Da denkt man ja gleich immer na tolle Honeymoon-Suiten, Verwöhnprogramm, Sonne, endlose Strände….nicht bei uns. Wir haben eine Gruppen-Rundreise nach Kuba gebucht und waren 14 Tag auf der ganzen Insel unterwegs. Das war überhaupt nicht entspannend und hatte nichts mit den Vorstellungen der klassischen Flitterwochen zu tun. Aber es war einfach großartig.

Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Land zu besuchen, bevor es vielleicht schon bald von den Amerikanern eingenommen wird. Wir haben ein sehr authentisches Kuba erlebt. Mit viel Musik, viel Rum und netten Kubanern.

Angefangen hat alles in Havanna – klar, wo auch sonst. Es ist einfach ubeschreiblich, wie viele alte Kolonialvillen dort stehen und verrotten. Und dann diese vielen alten amerikansichen Autos. Das ist einfach nur wunderschön. Der Kubaner an sich ist ein sehr aufgeschlossener Mensch und man kommt schnell ins Gespräch. Ich hatte ja den Vorteil, einen Spanier dabei zu haben, der immer ganz wunderbar übersetzen konnte…:-) So viel die Kommunikation gleich viel leichter. In Havanna haben wir zwei Tage verbracht, die wirklich anstrengend waren. Es ist halt viel los in der Hauptstadt.

Anschließend wurde es etwas ruhiger. Wir sind nach Vinales gefahren. Eine Gegend, in der Tabak angebaut wird. Landschaftlich ist es dort wunderhübsch. Leider war das Hotelzimmer sehr einfach und wir hatten mit Schimmel an den Wänden zu kämpfen. Aber wenn das mal alles gewesen wäre. Bei Sonnenuntergang wimmelte es draußen von Fledermäusten, die des öfteren wenige Millimeter an einem vorbeigeflogen sind. Nicht so mein Ding. Einige hatten sogar Försche im Bad.

Mit dem Bus sind wir dann weiter nach Trinidad, St. Clara, Varadero und wieder zurück nach Havann.

Jetzt meint man vielleicht, dass Varadero uns ja einige Tag Honeymoon gebracht hat, abera auch das muss ich verneinen. Ich kann nicht verstehen, wie jemand zwei Wochen Strandurlaub in Varadero auf Kuba macht. Varadero ist eine abgeriegelte Halbinsel, zu der nur Touristen zugang haben und Kubaner die dort arbeiten. Dort steht eine Hotel neben dem anderen und man bekommt vom ursprünglichen Kuba so gar nichts mit. Schade.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich die 14 Tage mit meinem Hasen natürlich genossen habe. Wir haben uns alles gegönnt, worauf wir Lust hatten, haben immer lecker gegessen, leckere Mojitos getrunken und es uns einfach gut gehen lassen. Die Reise mit der Gruppe war toll, denn wir haben dort sehr nette Leute kennengelernt.

Lasst euch also von meinen kurzen Schilderungen  nicht abschrecken und besucht Kuba. Es ist auf jeden Fall eine Reise wert. Einige Bilder dazu findet ihr auch hier.

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