Das spanische Konsulat

von Juliane

20.April 2008

Auf zum spanischen Konsulat für ein Ehefähigkeitszeugins. Schön, hier zu lesen, dass es auch anderen so ergeht :-). Die Fahrt begann ganz entspannt, zwischendurch haben wir uns einen Kaffee bei McDonalds in Bockel gekauft um uns dann kurz vor Hamburg in den Pendlerstau einzureihen. Es ging nur langasm vorwärts, aber wir hatten ja Zeit. Um viertel nach neun haben wir im absluten Halteverbot geparkt. Ein freundlicher, spanischer Pförtner empfing uns vorm Konsulat und bat uns, erstmal Namen und Ausweisnummer einzutragen. Kein Problem. Anschließend konnten wir beim Konsulat klingeln. Die erste Tür ging auf, wir standen in einem Zwischenflur und als Tür 1 geschlossen war, konnten wir Tür 2 öffnen. Kurz angemeldet und wenige Minuten später empfing Carmen uns. Carmen hatte einen wunderbaren spanischen Akzent und bat uns in das Großraumbüro.

Nun sollte es losgehen. Zuerst fragte sie mich, ob ich Spanisch sprechen würde – ähhhh nein. Der Angstschweiß trat auf meine Strin. Jetzt ist alles aus. Aber nein, sie fragte dann, ob Fino gut deutsch sprechen würde, denn dann würde sie die ganzen Formulare gleich auf deutsch vorlesen. Ja, ich musste mir ganz dringen verkneifen zu erwähnen, dass der Hase sicherlich enorme Probleme bekommen hätte, wenn die nette Carmen uns etwas auf spanisch vorgelesen hätte.

Der ganze Sinn unseres Besuchs war, dass Carmen abfragen musste, ob es irgenwelche Gründe gibt, die gegen eine Eheschließung spreche. Zum Beispiel, ob wir die Ehe freiwillig eingehen, ob wir bereits schon verheiratet sind und ob zwischen uns ein Verwandschaftsverhältnis besteht. Konnten wir alles verneinen.

Dann musste Fino kurz raus und Carmen wollte noch mal ganz im Vertrauen wissen, ob ich die Ehe freiwillig eingehe und keiner der anderen Gründe zutrifft. Ähhhh, kurz überlegt. JA. Fino musste dann gleiches auch unter vier Augen bestätigen. Und schon waren wir fertig.

15 Tage hing im spanischen Konsulat ein Aufgebot aus, welches wir im Anschluss an diese Frist automatisch zugesendet bekamen.

Was für ein Aufwand. Besonders begeistert war ich davon, dass wir keinen Pfenning für diesen Spaß bezahlen mussten. Das hätte ich ja mal anders erwartet.

Nun steht diese Woche noch das Gespräch im Standesamt an. Und genau wie Dagmar hier in diesem Blog auch schon berichtet hat, wird das etwas kostenintensiver.

Was wir dann mit der Eheschließung nicht vergessen dürfen ist die Beantragung einer Internationalen Heiratsurkunde, denn nur mit dieser bekommen wir unser spanisches Stammbuch. Wir haben dann also zwei. Und wenn wir dieses haben, dann bekommen auch unsere zukünftigen Kinder automatisch die Deutsche und die Spanische Staatsangehörigkeit, was ich persönlich sehr schön finde.

Artikel gespeichert unter: Julianes Hochzeitstagebuch

bisher 1 Kommentar Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Linda  |  29.November 2014 at 08:20

    Liebe Juliane,
    auch uns (mein Mann Spanier, ich Deutsche) steht das bevor… Deine Beiträge sind deswegen hilfreich beruhigend… Kannst du mir sagen wie lange das zuschicken nach den 15 Tagen “Aushang” gedauert hat?
    Herzliche Grüße,
    Linda

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