Burg, Schloß oder doch eher Strand?

von Anke

21.Februar 2009

Die Suche nach dem geeigneten Ort für unsere Hochzeit gestaltete sich recht schwierig. Wir wollten schon einen etwas außergewöhnlichen Ort, der aber unseren finanziellen Rahmen nicht sprengt und der unserer beider Vorstellungen entspricht.
Da ist zum einen das Wasser, das uns verbindet. Also wäre eine Hochzeit auf dem Wasser sehr schön. Da fiel uns gleich Hamburg oder Rügen ein – eine Trauung auf dem Schiff. Nein, die Idee wurde verworfen, denn dem einen oder anderen Familienmitglied wird übel auf einem schwankenden Schiff.
Da wäre auch noch der Strand in Binz oder die Seebrücke in Sellin auf Rügen – mein Traum. Doch nach einigen Überlegungen von Thorsten und meinen Recherchen hinsichtlich der Kosten, trennten wir uns auch von diesem Gedanken. Eine Hochzeit am Strand ist nicht ganz billig und außerdem sind wir an beiden Orten aufgeschmissen wenn es regnet, trübe ist oder sogar stürmt.
Außerdem kam ein weiterer Gedanke auf, nämlich der ob wir auch kirchlich heiraten wollen und können. Thorsten ist evangelischen Glaubens, ich bin aber ohne einen kirchlichen Glauben. Auch wenn Thorsten es nicht wirklich aussprach, bemerkte ich in unseren Unterhaltungen und Überlegungen, dass meinem Schatz eine kirchliche Trauung schon wichtig wäre. Also befragte ich das Internet, ob unter diesen Konstellationen eine kirchliche Trauung möglich ist – und sie war möglich. Es würde dann zwar nicht die ganze Zeremonie vorgenommen werden, aber die Ringe werden kirchlich gesegnet. Also wurde die Segnung der Ringe in unsere Planung mit aufgenommen.
Nun hieß es aber nicht nur einen geeigneten Ort für unsere standesamtliche Hochzeit zu finden, sondern auch eine Möglichkeit für die kirchliche Hochzeit und beides am selben Tag.
Was fanden wir noch romantisch für eine Hochzeit? – Na klar ein Schloss.
Ein Schloß und eine Möglichkeit in diesem sowohl kirchlich als auch standesamtlich zu heiraten sollte doch zu finden sein. Meist ist an einem Schloß eine kleine Kapelle angeschlossen oder aber man lässt sich durch einen freien Theologen trauen. Also suchten wir erst einmal in unserer Umgebung nach einem schönen Schloß. Weitere Bedingung: es musste Wasser in der Umgebung vom Schloß vorhanden sein, wenigstens ein schöner Teich. Doch in unserer näheren Umgebung gestaltete sich die Suche nach der geeigneten Lokalität etwas schwierig. Also weiteten wir unserer Suche auf die Berliner Gegend und Mecklenburg/Vorpommern aus. Wir wurden auch fündig. Nach mehreren schönen Orten um Berlin herum, die aber alle auch unseren finanziellen Rahmen sprengten, fanden wir ein sehr schönes Schloß – Schloß Neetzow. Hurra wir haben es. Dieses Schloß war ein Traum, jedenfalls was wir davon im Internet sahen. Leider stellte sich nach einem Telefonat heraus, dass für den 20.06.2009 schon alle Hochzeitstermine vergeben waren. Hatte ich schon erwähnt, dass wir auch gerne auf dem Schloß feiern wollten?
Es war Juli 2008 und bis zu unserer Hochzeit hatten wir noch 11 Monate Zeit! Ich bekam etwas Panik.
Also weiter suchen. Bald fanden wir die nächsten schönen Schlösser im Internet, die wir wenig später besuchten.
Am 20.07. 08, auf der Heimfahrt von Stralsund, wir waren bei meiner Familie, fuhren wir zum Landhaus Schloß Kölzow. Es war ein sehr schönes Schloß mit einem Teich. Die Trauungen werden auch im Freien unter uralten Bäumen abgehalten und die angeschlossene Kirche ist nur wenige Meter entfernt. Alle unsere Gäste könnten auf dem Schloß übernachten und wir könnten dort auch feiern. Termine waren auch noch frei, wir sollten uns aber schnell entscheiden, die Terminvergabe für 2009 lief schon auf Hochtouren. – wieder Panik. Wir wollten aber auch nichts überstürzen und uns noch ein, zwei andere Orte anschauen. Eine Woche später unternahmen wir einen Ausflug nach Klink. Direkt am See steht auch ein schönes Schloß. Doch schnell fanden wir heraus, dass es nicht das richtige für uns war. Wir wurden darauf hingewiesen, dass eventuell die Gäste durch zu langes Feiern belästigt werden könnten. Dementsprechend sollten wir uns schnell entscheiden, um unsere Gäste in den Räumen über dem Festsaal unterzubringen. Außerdem befand sich in dem Ort keine Kirche und wir hätten in den Nachbarort fahren müssen. Die Torte, die wir zum Kaffee nahmen schmeckte mir auch nicht besonders und so strichen wir Klink von unserer Liste.
Wir hatten noch immer keinen Ort, an dem wir heiraten können. Eine Hochzeit auf Schloß Kölzow war auch etwas teuer und wir wollten noch ein paar andere Orte besuchen, bevor wir uns endgültig entscheiden – nur fiel mir nichts mehr ein.
Wieder bekam ich Panik und außerdem hatte mein Schatz die Ruhe weg, was mich noch mehr nervte. Immerhin war es seine Idee, mich zu heiraten, und es war an der Zeit, dass auch er sich ein paar Gedanken zur Hochzeit machte und vor allem selbst tätig wird.
Wie das so manchmal ist bei uns – Thorsten ging ins Internet und meinte plötzlich: wie wäre es in Ralswiek?

Fortsetzung folgt.

Artikel gespeichert unter: Ankes Hochzeitstagebuch

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