Hochzeitskleid Teil III

von Monika

15.Februar 2009

Man sieht es bereits an der Überschrift: Es ist gar nicht so leicht ein Hochzeitskleid zu finden. Anfang Januar bin ich wieder los auf die Suche. Diemal nicht mit meiner Trauzeugin, sondern meiner Mutter. Meine Schwiedermutter konnte an dem Termin nicht und ich konnte auf Grund einer bevorstehenden OP die Kleidersuche nicht weiter nach hinten schieben. Außerdem wurde die Zeit langsam bei bis zu vier Monaten Bestellzeit knapp!

Also bin ich mit ihr in das kleine Brautmodengeschäft an der Marktkirche gefahren. Dort wollte ich noch mal meine Favoriten anprobieren. Weil mir eines der bereits weggelegten Kleider auf den Fotos doch sehr zusagte, hatte ich extra die Digitalkamera mitgenommen, um mir das Kleid noch mal anzusehen. Als wir den Laden betraten, empfing uns die Verkäuferin bereits mit den Worten “Eines der Kleider ist bereits weg!” Zwei von den Favoriten waren nämlich aus der Vorjahreskollektion und nicht mehr bestellbar.

Mein Puls hat sich dabei kaum beschleunigt. Ich hatte ja zwei von den Kleidern eigentlich schon ausgeschlossen. Nur das erste Kleid sollte noch da sein. Und das war es auch! Ich erklärte der Verkäuferin, dass ich eines der anderen Kleider auch noch mal gerne anprobieren möchte. Diesmal entschied ich mich das andere Kleid als erstes anzuziehen und den ersten Favoriten als letztes. Das erste Kleid gefiel mir dann echt gut und ich fühlte mich darin richtig wohl. Hier habe ich mich dann auch mal getraut die “Sitzprobe” zu machen. Als ich dann meinen eigentlichen Favoriten angezogen hatte, fand ich das erste Kleid besser!

Ich beließ es in dem Geschäft die beiden Kleider anprobiert zu haben und hatte dort einen Favoriten. Meine Mutter war übrigens nicht so wirklich hilfreich. Da kamen Sätze wie “Das könntest du ja vielleicht danach auch abschneiden und im Sommer wieder Tragen!” Ähhh ???????? Geht natürlich gar nicht, aber sie ist da vielleicht wirklich nicht der richtige Ansprechpartner. Auch hat sie mich gefragt, was ich denn danach mit dem Kleid mache. Ob ich es ansonsten weiter verkaufen wolle. Ganz ehrlich: Keine Ahnung! Ist mir zur Zeit auch ziemlich egal! Natürlich ist so ein Kleid nicht günstig, da man es ja “nur” einmal trägt. Aber so ist das nun mal. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, danach bei “Trash the dress!” mitzumachen. Stell ich mir sehr lustig vor! Also wenn sich da noch ein paar Bräute finden würden und Weddix das betreuen würde……….. (Könnt ja dann einfach mal ein Kommentar schreiben)

Zurück zu meiner Mutter: Irgendwie war sie nicht so wirklich entspannt und ziemlich gestresst, wenn sie mich mal in dem Kleid fotografieren sollte. Und so richtig Begeisterung kam auch nicht rüber… Sorry mom, aber etwas mehr Beratung wäre gut gewesen. Übrigens hat sie auch ein “normales” Kleid für die Hochzeit anprobiert, das ihr wahnsinnig gut stand. Hinterher war ihr wichitger die Bilder des Kleides zu bekommen, als mal nach meinen Bildern zu fragen. Aber gut ich bin ihr erstes Kind, das heiratet!

Wir sind dann noch weiter in ein anderes kleines Brautmodengeschäft, in welches ich mit meiner Trauzeugin noch nicht war. Dort habe ich nur ein Kleid anprobiert. Das Anziehen war echt komisch, weil die Verkäuferin ständig wollte, dass ich meinen Busen extrem hochdrücken sollte. Aber angezogen sah es auch wirklich super aus. Ich nahm mir vor, bis Ende der Woche eine Entscheidung zwischen den beiden Kleider zu treffen. Ständig saß ich vorm Computer und habe mir die Fotos immer wieder angesehen. Am Ende wusste ich nicht mehr wo oben und unten ist. Ich war total überfordert und auch echt verzweifelt! In meiner Not habe ich einfach die Bilder Freundinnen geschickt und sie zum “Voten” aufgefordert. Endergebnis vier zu zwei für das Kleid aus dem zweiten Geschäft. Ich selbst war über das Ergebnis enttäuscht. Insgeheim hatte ich doch einen Favoriten, aber mein Bauchgefühl war durch die ständigen Überlegungen untergegangen… Als die Mails aber öfnete, merkte ich, dass ich enttäuscht war, wenn für das andere Kleid gestimmt wurde. Da Heiraten ja auch eine Gefühlsentscheidung ist, wollte ich mich für mein Gefühl und das erste Kleid entscheiden. Das zweite Kleid war endgültig raus!

Problem: Ich habe den Fehler gemacht und bin mit meinem Liebsten noch zu einer Hochzeitsmesse gegangen. Eigentlich weil ich mich wegen Blumenschmuck informieren wollte… Tja, am Ende hatte ich doch wieder Kleider an und einen weiteren Favoriten!!! Oje! Meine Schwiegermutter und meine zukünftige Schib-Schwägerin waren schon kurz davor nach Hannover zu fahren, um mir in der Not beizustehen. An dieser Stelle: Vielen Dank! Ich habe mich dann gegen das Kleid von der Messe entschieden, weil der Satinstoff doch sehr schwer war für den gesamten Tag und mein Mann das Kleid schon gesehen hat!

Ich bin dann ein drittes Mal in das Geschäft mit meinem Favoriten gegangen. Dieses Mal war eine Freundin aus Hannover dabei, die für das andere Kleid gevotet hatte. Ich wollte sehen, wie sie reagiert, wenn sie mich natura in dem Kleid sieht. Und sie war begeistert und ich auch!!!!!!! Ich habe das Kleid gleich bestellt und anbezahlt und danach erstmal mit ihr glücklich ein Tee getrunken! Mir ist echt ein Stein vom Herzen gefallen, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben. Die Verkäuferin fand die Entscheidung gegen das Voting gut und mutig. Und ich bin froh, doch auf mein Bauchgefühl gehört zu haben. In dem anderen Kleid hätte ich nicht so frei sein können und mich nicht so leicht fühlen wie in diesem Kleid!!! Jetzt bin ich nur noch gespannt auf die Augen von meinem Mann, wenn er mich so das erste Mal sieht!!!

Artikel gespeichert unter: Monikas Hochzeitstagebuch

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