Saal

von Monika

06.Dezember 2008

So nun muss ich mich ja auch mal wieder melden und euch auf den aktuellen Stand der Vorbereitungen bringen:

Nachdem wir uns entschlossen hatten, in seiner Heimat am 09.Mai zu heiraten, haben wir zunächst nach einem geeigneten Saal Ausschau gehalten. Da mein Zukünftiger sich bezüglich Hochzeitsörtlichkeiten nicht so gut auskannte, haben wir kurzerhand Freunde von ihm gefragt. Das ist natürlich nicht so einfach, da die Familie ja von den Vorbereitungen zunächst nichts mitbekommen soll!
Außerdem wollen wir mit ca. 70 Personen feiern und dort gibt es zumeist nur größere Räumlichkeiten. Schließlich feiert man dort nur mit dem „engsten Kreis“ der Familie – das sind dann so ca. 200 Personen. Kein Wunder, wenn dort alle fünf Geschwister haben! Da kommt schon was zusammen mit Tanten und Onkels etc.! Wir haben uns aber für eine kleine Variante mit überwiegend jungen Leuten aus unseren Bekanntenkreisen und nur wirklich nahen Verwandten entschieden.

Den Freunden fielen nur zwei Räumlichkeiten für einen solchen Personenkreis ein. Spontan machten wir uns nach dem Besuch auf Erkundungstour. Im ersten Restaurantbetrieb waren die Räumlichkeiten zwar eng, aber gemütlich. Allerdings machte man uns beim Gespräch darauf aufmerksam, dass Pauschalpreise für Essen und Trinken dort nicht üblich sind! (Pauschalpreise gab es nur für das Essen) Tja, als die Dame dann ins Reservierungsbuch schaute und der 9.Mai schon weg war, brauchten wir auch nicht mehr lange zu überlegen. Die Örtlichkeit fiel schon mal hinten runter.

Für mich war das zunächst nicht ganz so schlimm, weil das mit den Getränken schon über einen Pauschalbetrag laufen sollte. Wenn wir schon heiraten, möchte ich ganz gerne das ganze „Susi-Sorglos-Programm“. Wenn wir schon feiern, dann richtig! Und dann möchte ich vorher wissen, was finanziell auf mich zukommt und nicht an dem entsprechenden Abend die Leute peinlich von der Theke zerren, weil es teuer werden könnte. Allerdings war bei der Örtlichkeit gut, dass vor Ort ein Gasthaus zum Übernachten war. Für die vielen Auswärtigen Gäste wäre das echt gut gewesen!

Na ja, also erstmal weiter zur nächsten Örtlichkeit. In meinem Kopf spuckten schon Horrorgeschichten, dass wir für den Termin gar keinen Saal finden. Da war erst Anfang Oktober und der erste Saal war schon ausgebucht! Der zweite Saal, war die gleiche Örtlichkeit an der sein Bruder geheiratet hat. Das wollten wir eigentlich nicht so gerne. Allerdings hatten die einen umgebauten Scheunentrakt zum Feiern und für uns kam „nur“ der Saal in Frage.
Als wir dann angekommen sind, hatten wir echt Glück! An dem Tag war gerade eine Hochzeitsgesellschaft in dem Saal. Und wir durften um die Ecke sehen und konnten so den Saal in voller Pracht bestaunen. Der Saal ist von der Größe optimal, mit alten Balken verziert und sagte uns auf Anhieb zu. Zwar waren da ca. 80 Personen im Saal, aber so haben wir etwas mehr Platz zum Tanzen! (Wenn wir das denn wollen: Ich kann nicht tanzen!) Die Theke hätte etwas größer sein können, aber ansonsten echt toll! Pauschalpreise machen die auch, so dass wir zunächst sehr begeistert waren. Dann kommt das Herzklopfen, ob der Termin noch da ist. Die Wirtin sagt: „Mal sehen… Neee, da ist noch keiner eingetragen!“ Kurzes Aufatmen, dann kommt der Chef aus der Tür und sagt: „Wann? 9.Mai 2009? Da war doch gerade heut Vormittag das Pärchen da. Die wollten auch den 09.Mai 2009.“ Oh je! Nach kurzer Erklärung sagte der Chef in etwa „Wer zuerst verbindlich bucht, hat den Termin!“ und „Das andere Paar habe ich morgen zum Probeessen eingeladen!“ Was sich zunächst wie ein schlechter Verkaufstrick anhört, verlangte von uns eine sofortige Entscheidung. Und das obwohl wir noch nicht einmal ein Standesamttermin hatten!

Wir haben dann noch weiter mit dem Chef gesprochen und der war super sympathisch! Dadurch, dass wir die Hochzeit von seinem Bruder da auch gefeiert haben und es echt schön mit leckerem Essen war, haben wir dann gebucht. Nächsten Tag waren wir dann auch zum „Probeessen“ eingeladen. Da gab es dann Teile des Hochzeitsessens vom Vortag, damit man einen Überblick bekommt, was die im Angebot haben. Das Essen war überwiegend sehr gut. An dem Probeessen haben dann noch vier andere Paare teilgenommen. Und es war wirklich ein Paar dabei, das zwischen den Gängen wegen der Terminabsprache nach dem Chef verlangte. Da habe ich schon mit meinem Freund gewettet, dass die das sind. Und tatsächlich: Sie wollten dann fest für den 9. Mai buchen. Der Chef hat ihnen erklärt, dass dies nicht mehr ginge und er nur den Freitag davor anbieten könnte. Die beiden fragten dann nach einem anderen Samstag und er sagte, dass er vor Juni oder Juli samstags gar nichts mehr frei hat. Daraufhin war das Paar erstmal enttäuscht, weil da auch schon Ferien sind und sie da nicht feiern wollten!

Das war echt ne blöde Situation! Das Paar tat mir einerseits total leid, andererseits habe ich mich gefreut, dass wir doch noch rechtzeitig gebucht haben! Und wenn man überlegt, dass dazwischen nur wenige Stunden lagen… Manchmal liegen Freud und Leid echt nah beieinander! Ich wünsche dem Paar natürlich von Herzen, dass sie noch einen geeigneten Saal gefunden haben!

In diesem Sinne, bis bald! Monika

Artikel gespeichert unter: Monikas Hochzeitstagebuch

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